FACE YOUR FEARS, LIVE YOUR DREAMS!
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... Am besten fangen wir ganz von vorne an, bei Gaby + Marco oder genauer gesagt: Im Januar 1998!
Obwohl wir damals gerade erst von unserer 3-monatigen Motorrad-Tour durch den Westen der USA nach Hause gekommen waren, brannte das Fernweh schon wieder fürchterlich in uns.
Wir hatten zu dieser Zeit so ziemlich alles gesehen von "Old Switzerland" und waren das ganze Herumgedüse, die kurzen Wochenendtouren - welche zweifellos auch ihren Reiz haben - den grenzüberschreitenden Terror und das ewige Mistwetter überdrüssig geworden.
Wir wussten, irgendwo gab es noch andere Dimensionen des Motorradfahrens, auf endlosen Strassen, in Hitze und Staub aber auch in wilder, unberührter Natur. Ein bisschen Zivilisation durfte es freilich schon sein Internet, Hamburgers und Cola etwa.
Aus Furcht, der lang ersehnte Traum könnte wie eine Seifenblase zerplatzen, sprachen wir ihn nie so richtig aus so unwirklich und unerreichbar erschien er uns das Zauberwort hiess: GREAT-AMERICA-TOUR!
Und dann eines Tages spürten wir, jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung gekommen und nichts und niemand konnte uns mehr von unserem Vorhaben unseren Traum nun endlich zu leben - abbringen.
Es war wie ein Stein, der ins Rollen kam und mit wilder Entschlossenheit stürzten wir uns hinter die Vorbereitungen. Wir sahen uns zig Dokumentar- und Bikervideofilme an und frassen uns wie zwei ausgehungerte Bücherwürmer durch tonnenweise Literatur. Wir durchkämmten unzählige Informationen über Sehenswürdigkeiten und rechneten tausende von Meilen zusammen. Irgendwo haben wir auch noch einen alten Schulatlas ausgegraben, in welchem wir all die seltsamen und doch irgendwie vertrauten Namen wieder fanden. Wir fuhren mit dem Zeigefinger auf der Karte (Massstab 1:4 Mio.!) etliche, sehenswerte Routen sorgfältig ab und studierten Klimazonentabellen, bis uns die Köpfe rauchten.
Neben einem wunden Zeigefinger ballten sich da enorme Träume und Fantasien zusammen, die das Sparkonto und den sicheren Arbeitsplatz ganz schön in Gefahr brachten. Uns war von Anfang an klar, dass wir eine solche Expedition nicht in zwei Wochen und mit ein paar lumpigen "Fränkli" durchführen konnten und dass wir dafür einiges aufgeben und ab sofort den Gürtel enger schnallen mussten. Also hiess es ab sofort: "Sparen, was das Zeug hält!"
Und dann, eines Tages war der Traum doch plötzlich greifbar nahe und das Fernweh unerträglich. Wir waren bereit: Unsere GREAT-AMERICA-TOUR konnte endlich beginnen.
Mit den regelmässigen Eintragungen auf unserer Homepage möchten wir Dich ein Stück auf unsere Reise mitnehmen und hoffen, dass Du eines Tages ebenfalls die Gelegenheit haben wirst, Deinen Traum zu leben. Wer weiss, vielleicht entscheidest auch Du Dich für eine Reise auf den traumhaften Strassen dieser Welt - ein unglaubliches Erlebnis, bei dem jede Sekunde für ein Leben lang zählt!
Also, nimm Dir etwas Zeit, eine eisgekühlte Coca-Cola, lehne Dich völlig relaxt zurück und begleite uns auf unserer abenteuerlichen Reise durch Nordamerika. Have fun!
Gedanken zur Reise
Was hat uns eigentlich dazu bewegt, unser tolles 6½-Zimmer-Einfamilienhaus an herrlichster Aussichtslage zu verkaufen und dafür ein kleines 3-Personenzelt zu kaufen? Weshalb fahren wir mit dem Motorrad bis ans Ende der Welt? Welchen Sinn macht es, sich Hitze und Kälte, Staub und Regen auszusetzen und weshalb verzichtet man auf die ganzen Bequemlichkeiten, den Luxus und den ach so "sicheren" Arbeitsplatz mit dem geregelten Einkommen?
Wir versuchen, darauf eine Antwort zu geben:
Eine Reise braucht keinen Anlass. Sehr schnell beweist sie, dass sie sich selbst genügt. Man denkt, man selbst bestimmt die Reise, aber sehr bald muss man feststellen, dass es eine höhere Macht ist, die einen lenkt und führt.
Auffallend ist, dass sehr viele "Umsteiger" sich selbst nicht als Aussteiger oder Unterlasser sondern eher als Einsteiger in ein anders Leben sehen in ein Leben, dass ihnen sogar mehr abverlangt als die gewohnten, gesicherten Lebensumstände zu Hause. Mehr Risiko, mehr Bereitschaft zum Lernen, zur Anpassung und zur Aufgabe alter Gewohnheiten prägen den tatsächlichen Lebensstil eines Umsteigers.
Man reist nicht nur in entlegene Gegenden, um Neues zu entdecken oder weil vielleicht das Leben dort billiger und einfacher ist. Man bricht auf, um anderen Menschen zu begegnen, neue Kulturen kennenzulernen und seine eigenen Grenzen zu suchen.
Als Transportmittel kam für uns immer nur das Motorrad in Frage. So war es schliesslich eine logische Schlussfolgerung, dass uns auf unserer grossen Tour unsere Honda Goldwing, die wir 1997 in den USA erstanden und in Los Angeles stationiert haben, begleiten würde.
Das Gefühl, mittendrin zu sein im Klima und in der Landschaft oder auch durch Sturm, Wind und Regen zu fahren und anschliessend von den wärmenden Sonnenstrahlen getrocknet zu werden, den unvergleichlichen Duft feuchter Erde zu riechen und offen zu sein für die Welt, weil Begegnungen mit Leuten möglich sind, ohne dass erst eine Tür geöffnet werden muss das ist es, was dieses unbeschreibliche Gefühl des Motorradreisens ausmacht.
Für welchen Motorradfahrer ist das nicht auch die Erfüllung eines langersehnten Traumes, einmal wie Easy-Rider die Freiheit des endlosen Landes von atemberaubenden Weiten und Schönheiten, angenehmen Temperaturen, extremen Hochgebirgspässen, endlosen Wäldern und auch glühend heissen Wüsten zu geniessen.
Unvergessliche Erlebnisse, die man sich nur mit dem Motorrad "erfahren" kann. Abenteuer und Motorrad, beides steht jedoch im Geruch von Gefährlichkeit. Wir würden dazu eher sagen: "Abenteuer mit kontrolliertem Risiko!"
Gaby & Marco