Route Baja California
Gesamtreisezeit: 33 Tage (7. Jan. - 8. Feb. 2000)
Gesamtstrecke: 2'547 km (1'591 miles)
Route:
Los Angeles - Corona - Lake Elsinore - La Salina (Mexico) - "La Bufadora" - Colonia Vicente Guerrero - "Sierra San Pedro Martir N.P." "Molino Viejo" "Catavina" - Guerrero Negro - "Old Wharf" "Estero de San Jose Nature Reservat (Bird-Watching)" "Laguna Ojo de Liebre (Whale-Watching)" "Oase San Ignacio" - Santa Rosalia - "Iglesia Santa Barbara" - Mulege - "Mission Santa Rosalia de Mulege" - El Requeson - Loreto - "Mission Nuestra Senñora de Loreto" - San Carlos - La Paz - "Todos Santos" "Mission Santa Rosa de Todos Santos" - Cabo San Lucas - "Land's End" "Regina Westin Resort" "Santa Maria Beach" "Miraflores" - La Capilla - "Agua Caliente" "Santiago" "Cabo Pulmo Beach" "Punta Arena Lighthouse" - La Paz - "Pichilingue Fähre"
Nach zwei Monaten Genesungsurlaub in der Schweiz flogen wir am 6. Januar 2000 von Zürich via Frankfurt nach Los Angeles zurück, wobei unsere Einreise diesmal etwas erklärungsbedürftig war (siehe Mexico / Einreise-Chaos).
Im Hotel-Shuttlebus machten wir Bekanntschaft mit Walter Hasler - welcher uns eine ganze Weile begleiten wird. Auf dem Highway 91 bzw. der Interstate 51 south, machen wir in unserem neuen Haus auf Rädern die ersten Fahr- bzw. "Steh-"Versuche in der Freitagabend-rush hour! Die ersten Tage gewöhnen wir uns ans Camperleben und geniessen zusammen mit den amerikanischen "Snowbirds" (meist pensionierte Amerikaner die vor dem Winter in den warmen Süden flüchten) das herrliche "nothing-to-do"-Leben, bevor wir uns ins Abenteuer Mexico stürzen (siehe Mexico / Hola Mexico).
Wir entfliehen dem Grossstadt-Tumult von Tijuana und quälen uns durch's Verkehrs-Chaos von Ensenada. Selbstverständlich sehen auch wir uns das Blasloch von La Bufadora (Büffelschnauben) an, wo der Pazifik seine Brandung mit ohrenbetäubender Wucht durch ein Loch in den Felsklippen als eine Wassersäule einige Meter hoch in die Luft blässt.
Auf dem Campground von Colonia Vicente Guerrero treffen wir zum ersten Mal auf eine amerikanische Caravan-Gruppe, die mit 23 Riesen-Motorhomes unterwegs sind und wo wir Glück haben, dass wir noch zwei Plätze für unsere RV's finden. Wir lassen hier unsere RV's stehen und machen in Walti's Jeep eine abenteuerliche Fahrt zur Meling Ranch und dann weiter Richtung Oberservatorium im Sierra San Pedro Martir Nationalpark. Leider mussten wir kurz vor dem Observatorium umkehren, da wir zuwenig Benzin bei uns hatten und uns ganz ordentlich in der Zeit verrechnet hatten. Sonntag ist für Walti Kirchentag und für uns Waschtag oder besser gesagt Putztag, denn die Waschmaschine in Walti's RV läuft bei der zweiten Ladung Wäsche aus und setzt den halben Camper unter Wasser!
Autowäsche nach unserer
abenteuerlichen Fahrt in den
Pedro Nartir NationalparkÜber El Rosario fahren wir in die Berge der Baja California, wo wir uns in Catavina die gigantischen Cardón-Kakteen anschauen und uns für die Weiterfahrt nach Guerrero Negro stärken. Einer der Höhepunkte auf der Baja California-Reise ist sicherlich eine Whalewatching-Tour, welche auch wir uns in der Laguna Ojo de Liebre in Guerrero Negro nicht entgehen lassen (siehe Mexico / "Wal in Sicht").
Immer weiter gegen Süden bringt uns die MEX1 über die Oase San Ignacio nach Santa Rosalia, wo wir uns vergebens nach "San E-Mail" erkundigen und dafür aber das Glück haben, eine Mondfinsternis beobachten zu können (siehe Mexico / Mondfinsternis und andere finstere Ereignisse). Auf der Fahrt nach Mulegé verabschiedet sich der linke Seitenspiegel von unserem Camper und wir haben ein paar erholsame Tage in der traumhaften Bucht von El Requesón wirklich nötig.
In Loreto feiern wir zusammen mit Hedi + John, Walti's Geburtstag und ich erwische zum ersten Mal etwas zuviel Margarita-Drinks. Hicks! Über die wunderschöne Sierra de la Gigante fahren wir nach Ciudad Constitucion, wo wir für unser Barbecue einkaufen und eine saftige Busse kassieren, weil wir auf dem Bus-Parkplatz direkt vor dem Supermarket unsere RV's abgestellt hatten. An der einsamen Beach von San Carlos in der Bahia Magdalena geniessen wir unser Barbecue und werden am späten Abend Zeugen eines Naturphänomenes. Ein gleissender Punkt erschien am Sternenhimmel, viel grösser und heller als ein gewöhnlicher Stern. Dann zog er, einen immer grösser werdenden, hellen Schweif hinter sich herziehend ziemlich schnell über den Himmel und verglühte mit der Zeit. Das Gebilde muss einige Kilometer gross gewesen sein und wir fanden nicht heraus um was es sich dabei handelte. John war der Überzeugung, dass dies ein abstürzendes, brennendes Flugzeug war. Marco tippte eher auf Ausserirdische. Walti behauptete, dass es sich dabei um eine geheime militärische Angelegenheit handle und ich bin noch heute davon überzeugt, dass es ein Stern bzw. Meteorit war.
Von der Westküste führt uns die MEX 1 wieder hinüber an die Ostküste nach La Paz, wo wir mit der Schweizer Harley-Reisegruppe "Rebel" Bekanntschaft machen und zusammen einen tollen Abend verbringen.
Am Fusse der Sierra de la Laguna fahren wir dem Pazifik entlang über Todos Santos bis ans südlichste Ende der Baja California nach Cabo San Lucas, wo wir uns an der Lover's-Beach bräunen und im weltbekannten Westin Regina Resort ein tolles Erlebnis mit unserem Gastgeber Mike haben (siehe Mexico / Land's End).
Die letzten Tage auf der Baja California geniessen wir auf einem kleinen Campground in La Capilla, an der Bahia de Palmas, südlich von Los Barriles. Wir machen mit dem Jeep einen Abstecher nach Miraflores, Agua Caliente sowie Cabo Pulmo und besuchen auf einer abgelegenen Ranch ein kleines Mädchen, dass kurz vor einer Bauchtumor-Operation steht.
Über San Pedro fahren wir nach La Paz zurück, wo wir von Pichilingue aus mit zwei verschiedenen Fähren nach Topolobampo, auf's mexikanische Mainland, übersetzen (siehe Mexico / Mainland wir kommen!).
Wir sind echt gespannt, was uns da erwarten wird!